Die 13 ist eine Unglückszahl!
Bringt die 13 wirklich Unglück?
Viele Menschen fürchten sich offenbar vor der Zahl 13. In hohen Gebäuden fehlt manchmal das 13. Stockwerk, ein Bahngleis 13 wird man ebenso schwer finden wie das Gleis 9 ¾, und in Flugzeugen so mancher Airlines gibt es keine Reihe 13. Die abergläubische Furcht vor der Zahl 13 ist auch in der ansonsten eher staubtrockenen Juristerei angekommen. Nachdem das Sozialgesetzbuch (SGB) mit seinen Einzelgesetzbüchern SGB I bis SGB XII schnell randvoll gefüllt war, hat man für das nachfolgende Gesetz zur Sozialen Entschädigung die Nummer XIV (Vierzehn) vergeben und die Vergabe des SGB XIII (Dreizehn) ganz bewusst übersprungen.
Die 13 kann natürlich auch positiv betrachtet werden. Immerhin gehören Jugendliche im Alter von thirteen endlich zur Gruppe der Teenager. Mehr Positives fällt mir aber tatsächlich nicht ein, auch wenn ich bei Wikipedia z.B. nachlesen kann, dass die 13 in einigen Kulturkreisen durchaus eine Glückszahl ist.
Für mich persönlich fühlt sich die 13 vor allem sehr unrhythmisch an. Sie ist eine Primzahl und passt weder in einen Drei- noch in einen Viervierteltakt gut hinein. Man könnte, um 13 gleiche Schläge in unserem Taktsystem unterzubringen jeweils an drei Dreivierteltakte einen Viervierteltakt hängen. Das würde aber wohl nicht natürlich und eher nach einem störenden Stolpern oder auffälligem Innehalten klingen. Auch Tanzen geht bestimmt nicht gut nach diesem absonderlichen Rhythmus. Beim Walzer würde man immer nach drei Takten, in denen man sich harmonisch im Rhythmus drehen kann, regelmäßig in jedem vierten Takt aus dem Tritt kommen und dem Tanzpartner auf den Fuß treten.
Bei einer Diminution von Francesco Rognoni über das wunderbare „Io son ferito“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina stolpere ich ständig an zwei Stellen, die ich rhythmisch nicht gut hinbekomme, so sehr ich sie auch übe. Das ärgert mich. In beiden Stellen sind genau 13 einzelne Noten auf einer Zählzeit (einmal eine ganze und einmal eine halbe Note) untergebracht:


Bringt die 13 mich aus dem Gleichgewicht?
Manchmal bin ich energetisch nicht ganz in meiner Mitte, ob jetzt mit oder ohne den möglicherweise störenden Einfluss einer 13 kann dahingestellt bleiben. Ganz häufig hilft mir dann die passende Bachblüte oder ein Homöopathisches Mittel um meine Balance wiederzufinden. Kritiker bezweifeln die Wirksamkeit von Bachblüten und Homöopathie. Wenn ich mich aber gesünder fühle oder wieder heil werde und meine Mitte finde, indem ich nebenwirkungsfreie homöopathische Globuli, Bachblüten oder Placebos einnehme, dann tue ich das sehr gerne und das dürfte auch keinen stören.
Das richtige Mittelchen und die Dosierung testen wir im Familienkreis bereits seit gut 20 Jahren kinesiologisch aus. Auch dieses Muskeltestverfahren steht in der Kritik, aber noch einmal: wen sollte es stören, wenn es mir hilft? Durch eine kinesiologische Praktik kann ich ganz gut mit meinem Unterbewusstsein kommunizieren und das für mich richtige Mittel finden, das mir hilft, meine Blockaden zu lösen und meine Mitte wiederzufinden.
Aktuell fühle ich nach der Einnahme der für mich in meiner derzeitigen Situation passenden Bachblüte wieder mehr Energie strömen und auch diese kleine Geschichte fließt gerade einfach so aus mir heraus.
Angestoßen wurde die Geschichte durch das Ergebnis des kinesiologischen Austestens der Dosierung der Bachblüte. In der Regel erwarte ich eine Dosierung bei Bachblüten von 3*8 Tropfen täglich, oder 3*10 oder auch 3*12. Nun muss ich jedoch die augenblickliche Bachblüte als Ergebnis des Muskeltestverfahrens in einer Dosierung von 3*13 Tropfen täglich einnehmen. Das war völlig unerwartet und wir haben das mehrfach hinterfragt aber es bleibt dabei: 3*13 Tropfen täglich.
Das ist für mich schwer zu verdauen und treibt mich um. Morgens, mittags und abends tropfen sich die ersten 12 Tropfen wie von selbst auf die Zunge und dann stockt es. Jedes Mal wieder. An den dreizehnten Tropfen muss ich sehr bewusst denken, das funktioniert nicht von alleine.
Seitdem rätsele ich herum, was mir mein Unterbewusstsein mit dieser merkwürdigen Dosierung wohl mitteilen möchte. Ich glaube nicht, dass mein Unterbewusstsein mir Unglück bringen oder mich stolpern lassen will. Aber irgendetwas muss es doch damit auf sich haben.
Gleich als erstes habe ich versucht, bei den Stücken, die ich gerade mit dem Zink übe, immer 13 Noten als zusammenhängend zu betrachten und auf einen Spannungsbogen zu nehmen. Das Ergebnis war musikalisch nicht so überzeugend und außerdem konnte ich manchmal vor Lachen nicht weiterspielen, weil das zum Teil echt witzig klang. Das kann mein Unterbewusstsein so also wohl nicht gemeint haben.
Vielleicht geht es doch eher darum, nicht immer alle Erwartungen zu erfüllen und auch mal was anders zu machen als üblich. Ich hatte ja beim kinesiologischen Testen erwartet, dass die Dosierung so ist wie meistens. Mein Unterbewusstsein hat diese Erwartung nicht erfüllt und das bringt mich aus meinem Routinetrott, in dem immer alles so ist wie immer. Auf einmal denke ich nach über die 13, mein Unterbewusstsein, Erwartungen und dem Bedürfnis, immer alles gleich, regelmäßig und rhythmisch machen zu wollen, schreibe nach langer Zeit mal wieder eine Geschichte und experimentiere mit unüblicher Interpretation von Musik. Es fühlt sich alles wieder sehr lebendig an.
Die 13 bleibt für mich eine unrhythmische Zahl, die sich nicht leicht fassen lässt und im Fluss eines Rhythmus nach meinem Empfinden eher aneckt als harmonisch mit zu schwimmen. Aber auch die 13 hat wohl ihre Existenzberechtigung. Ich habe jedenfalls keine Angst vor der 13 und es ist für mich völlig unwichtig, ob die 13 mir nun Glück oder Unglück bringt oder sich neutral verhält. Wichtig ist, dass auf mein Unterbewusstsein Verlass ist und diesem mein Wohl, meine Lebendigkeit, meine Neugier und Experimentierfreude und mein persönliches Glück wohl am Herzen liegen. Warum sonst hätte mein Unterbewusstsein mich wohl mit der 13 derart überraschen wollen?