Orte

Mitte April 2021 ist eine Geschichte mit nur einem ganz kleinen Zinkanteil entstanden. Auslöser der Geschichte war, dass wir für unser Ensemble Weserwind einen digitalen Raum gefunden haben, in dem wir gemeinsam proben können. Das hat mich zum Nachdenken gebracht über reale und virtuelle Orte und Räume:

Es gibt Orte, an denen man sich unwillkürlich wohl fühlt, zur Ruhe kommt oder auch neue Kraft schöpfen kann. Von Mensch zu Mensch können das sehr unterschiedliche Orte sein, die diese Wirkung erzeugen. Für den einen ist es z.B. eine helle Waldlichtung oder ein sonniger Aussichtspunkt in den Bergen bei glasklarer Luft und weitem Blick, für den anderen eine einsame Stelle an einem rauschenden Fluss oder ein sonnenglänzender Strand am Meer mit dem rhythmischen Geräusch der Wellen im Hintergrund. Aber auch von Menschen gemachte Räume können eine beruhigende und entspannende Wirkung entfalten wie z.B. ein nach Holz duftender Tischlerschuppen, eine große, von Stille oder von Orgelklängen erfüllte Kathedrale, ein gemütlicher Sitzplatz im Garten, eine zugige Garage, in der bei lauter heavy metal Musik Motorräder oder Oldtimer liebevoll poliert werden oder ein Wintergarten, in dem Zitronenbäumchen blühen. Das Schöne ist, dass man sich an alle diese Orte nicht nur in der realen Welt, sondern mithilfe der Vorstellungskraft auch in seiner inneren Welt begeben kann.

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Freiheit

Mitte Oktober 2020 stehen wir in Deutschland am Beginn der Zweiten Welle der Corona Pandemie und es ist erstaunlich, wie viele Einschränkungen unserer persönlichen Freiheitsrechte wir vor lauter undefinierter Angst einfach so akzeptieren. Dabei ist Angst keine Lösung!
Und irgendwie hängt das auch alles mal wieder mit dem Zinken zusammen:

In Deutschland können wir in Freiheit leben. Artikel 2 unseres Grundgesetzes regelt in seinen zwei Absätzen: (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt. (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

Diese Freiheit ist in unserer Kultur ein hart erkämpftes hohes Gut. Es gibt andere Kulturen, in denen die persönliche Freiheit des Einzelnen weniger wichtig ist als zum Beispiel das Wohl der Familie oder der kollektive wirtschaftliche Fortschritt. Ich bin aber sehr froh und dankbar, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in der ich selber bestimmen kann, wie ich leben möchte und auch das grundgesetzlich verbriefte Recht dazu habe.

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Sternzeichen

In letzter Zeit sind mir beim Zinken und auch anderswo häufiger mal Frösche begegnet. Das hat mich Mitte Juni 2020 zu folgender Geschichte inspiriert:

Anfang Juli, also schon im nächsten Monat, habe ich Geburtstag. Mein Sternzeichen ist daher der Krebs. Meinen Aszendenten, der ja auch irgendwie bei Horoskopen ganz wichtig ist, weiß ich leider gar nicht. Vielleicht ist das aber auch ganz gut so, weil mich das sonst noch zusätzlich verwirren würde.

Auch so führen Horoskope bei mir häufig mal zu Unsicherheiten. Ich habe zwei Tageszeitungen abonniert, eine von meinem Wohn- und die andere von meinem Arbeitsort. In beiden lese ich neben den Sportteilen immer auch die Horoskope. Weiterlesen „Sternzeichen“