Sport und Musik

vielleicht trainiere ich das Zinken ein wenig zu hart? Meine Überlegungen dazu aus März 2018:

Sport und Musik haben viele Gemeinsamkeiten. In beiden Bereichen sind begeisterte Laien und hochspezialisierte Experten aktiv. Zu finden sind sowohl  Einzelkämpfer wie zum Beispiel Leichtathleten oder Pianisten als auch Teamplayer wie Basketballer oder Bratscher. Das gemeinsame Tun verbindet und man kann sich auch ohne einheitliche gesprochene Sprache und trotz verschiedenster kultureller Hintergründe oder individueller Fähigkeiten verstehen und konstruktiv zusammen an einer Sache arbeiten. Weiterlesen „Sport und Musik“

Erfolgsindikatoren

einige Techniken aus der Verwaltung funktionieren auch wunderbar beim Erlernen eines Musikinstrumentes. Hier meine Experimente dazu im Februar 2018:

Mein derzeitiges Tätigkeitsgebiet in der öffentlichen Verwaltung umfasst unter anderem die Bewilligung von Zuwendungen für Projekte. Im Zuge einer sparsamen  und wirtschaftlichen Haushaltsführung ist es geboten, öffentliche Gelder nur für Projekte auszugeben, die auch einen tatsächlichen Nutzen für unser Gemeinwesen haben. Daher ist es sinnvoll und richtig, dass die Qualität der durchgeführten Projekte evaluiert wird. Dies geschieht anhand von Erfolgsindikatoren und dem Abgleich von vorgegebenen Zielzahlen mit den tatsächlich im Verlaufe des Projektes erreichten Werten. Das Definieren geeigneter Indikatoren erfordert ein hohes Maß an Kreativität, da bei vielen Projekten die Qualität der geleisteten Arbeit in keinerlei Relation steht zu einfach zu erhebenden Werten wie etwa der Teilnehmerzahl oder der Stückzahl von hergestellten Produkten. Weiterlesen „Erfolgsindikatoren“

Vorteil durch Zinken

Durch das Zinken entwickele ich noch ganz andere Fähigkeiten, die ganz nützlich sein können. Hier mein Erlebnis dazu Mitte Februar 2018:

Meine jüngere Schwester ist Cellistin und lebt in Amsterdam. Ihr Streichquartett EnAccord hat eine CD produziert und Familie und Freunde der Quartettmitglieder waren am letzten Wochenende zu einer Veranstaltung geladen, in der Auszüge aus dem Programm vorgestellt, Dankesreden gehalten und anschließend bei Sekt, Wein und Canapés die CD Produktion gefeiert wurde. Weiterlesen „Vorteil durch Zinken“

Regeln

nochmal eine komplett zinkfreie Geschichte, entstanden im Februar 2018:

Mit unseren Kindern haben wir früher viel gespielt. Auch heute noch verbringen wir gerne Zeit bei langen und lustigen Doppelkopfrunden oder siedeln mit Begeisterung in Catan und bauen dort Städte und Ritter. Spielregeln zu beachten gehört natürlich dazu, sonst funktionieren Gesellschaftsspiele nicht. Ich konnte schon immer gut auch komplizierte Spielregeln erklären. Da ich außerdem aus Prinzip nicht mogele muss ich dann auch meistens die Bank machen. Vielleicht ist es allerdings auch eher so, dass ich gar nicht in der Lage bin, richtig zu mogeln. Es mag jedenfalls keiner mit mir pokern, weil ich einfach nicht bluffen kann und das mit mir dann wohl den anderen keinen Spaß macht. Mir mit den anderen aber auch nicht weil ich immer verliere und irgendwie den Sinn vom Pokern nicht begreifen kann. Weiterlesen „Regeln“

Tanzen

Ende Januar 2018 habe ich mich mit der Einheit von Musik, Bewegung und Vorstellungen beschäftigt. Nicht nur beim Zinken ganz wichtig:

Musik, Bewegung und Bilder bzw. Vorstellungswelt sind nach meiner Auffassung untrennbar miteinander verbunden. Es gibt Musik, die mir in die Beine fährt, so dass ich auf der Stelle lostanzen könnte. Andere Musik lässt mich leicht werden und schweben. Manchmal gerät auch nur mein Innerstes in Bewegung und ich bin ganz still während mir die Tränen über das Gesicht laufen. Wenn ich in Konzerten sitze und irgendetwas nicht stimmig ist, spanne ich mich unwillkürlich an. Das passiert zum Beispiel wenn ich den Eindruck habe, dass der eine oder andere Holzbläser vielleicht doch noch mal nachstimmen sollte, die Bässe immer einen Hauch zu spät kommen, der Solist eine völlig andere Vorstellung hat vom Stück als der Rest des Orchesters oder in einem Ensemble unterschiedliche Tempovorstellungen vorhanden sind. Ich dirigiere dann verstohlen aber energisch mit, runzele die Stirn, schüttele den Kopf, klopfe den Takt mit dem Fuß oder trommle ihn zumindest mit den Fingern auf mein Bein. Das hilft den Musikern zwar nicht wirklich und irritiert hin und wieder meine Sitznachbarn, mindert aber meine Anspannung. Weiterlesen „Tanzen“

Zeitfenster

manchmal bin ich vielleicht ein wenig zu verplant, so wie hier Mitte Januar 2018:

Als berufstätige Mutter von drei Kindern hatte ich, als sie noch kleiner waren, meinen Alltag gut durchstrukturiert und mit Leichtigkeit gewuppt. Ich habe ein Talent dafür, kleinste Zeitfenster zu entdecken, in denen ich schnell zwischendurch etwas erledigen kann. Zum Beispiel eben noch die Waschmaschine programmieren und die Spülmaschine starten während die Kartoffeln kochen. Oder was auch gut geht ist Gemüse schnippeln beim Telefonieren, man darf nur kein ganz scharfes Messer nehmen. Beim Hochgehen in das Obergeschoss habe ich immer ein Wäschestück oder etwas anderes mitgenommen, das ich vorher unten auf den Treppenstufen vorsorglich deponiert hatte. Und bei der Arbeit im Büro liegt es mir, Prozesse vorab zu durchdenken und Arbeitsabläufe so zu gestalten, dass ich hinterher weniger Aufwand habe und sich dadurch dann wieder ein größeres Zeitfenster öffnet für die nächsten anstehenden Aufgaben. Weiterlesen „Zeitfenster“

Sprache

zum Unterricht wechsel ich manchmal gefühlt in eine komplett andere Welt hinüber. Hier meine Geschichte dazu aus Januar 2018:

Seit einem guten halben Jahr erlerne ich ein Musikinstrument: den Zink. Im richtigen Leben bin ich Verwaltungsbeamtin und bewege mich 40 Stunden in der Woche in einem behördlichen Umfeld. Die musikalische Welt, in die ich nun mit meinem Zink hineinschnuppere, ist eine komplett andere und das Hin-und Herwechseln zwischen beiden Welten ist tatsächlich in manchen Bereichen eine Herausforderung,  zum Beispiel bei der Sprache. Weiterlesen „Sprache“

die Rose

hier eine der wenigen zinkfreien Geschichte, entstanden am 31.12.2017 nach einem Spaziergang:

Ein Nachbar von uns hat eine Christrose im Vorgarten. Sie lugt jedes Jahr im Winter versteckt unter anderen Büschen hervor. Wenn ich an ihr vorbeikomme erfreue ich mich immer sehr daran, dass sie tapfer zu einer Jahreszeit blüht, in der sonst alles trist und grau erscheint. Weiterlesen „die Rose“

Der Zink und die Wissenschaft

meine zweite Zinkgeschichte, entstandenen im Dezember 2017. Einige wichtige Dinge im Leben bringe ich hier zusammen: den Zink, Wein und Chemie:

Unser jüngster Sohn hat sich entschieden, Chemie zu studieren. Da meinem Mann und mir die Naturwissenschaften immer eher unzugänglich geblieben sind, finden wir diese Entscheidung etwas befremdlich. Für mich ist unverständlich, wie man sich freiwillig intensiv mit so etwas wie Chemie beschäftigen möchte. Bei der Fragestellung, von wem unser Sohn diese absonderliche Neigung wohl haben mag, ist mir dann aber aufgefallen, dass ich selber anscheinend doch auch über ein gewisses Maß an wissenschaftlichem Denken verfüge. Ich habe nämlich quasi ohne es zunächst als solches einzuordnen, eine improvisierte wissenschaftliche Versuchsreihe gestartet. Sie läuft noch und ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt. Weiterlesen „Der Zink und die Wissenschaft“

Grenzen

Mit dieser Geschichte ging es bei mir im November 2017 mit dem Schreiben los:

Ich stehe in einem kleinen Raum, schräg vor mir ein mannshoher Spiegel, neben mir mein Lehrer. Ich schwitze. Das Gebäude in dem ich mich befinde ist komplett eingerüstet. Draußen finden irgendwelche Arbeiten an der Fassade statt. Deshalb dürfen die Fenster nicht geöffnet werden. Es ist schlechte Luft hier drinnen. Habe ich gesagt, dass ich schwitze? Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Das Wasser steht mir im Gesicht, ich bin klatschnass. Mir ist zwar altersbedingt derzeit tendenziell schnell mal warm, aber das hier? Peinlich. Wieso um alles in der Welt stehe ich hier eigentlich und tue mir diese Situation an? Wie bin ich denn hier bloß her geraten?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr strukturierter Mensch bin. Wenn ich Musik höre, muss ich wissen, wo die „Eins“ ist, sonst werde ich unruhig und kann das Stück nicht genießen. Das Duett „don’t give up“ von Peter Gabriel und Kate Bush hat mich schier wahnsinnig gemacht, bis ich Takt und Rhythmus des Anfangs endlich entschlüsselt hatte. Ich mag Excel-Tabellen, übersichtlich gestaltete Dokumenten-Vorlagen, meine Terminplanung, effiziente Verfahrensabläufe, klare Absprachen, ergebnisorientierte Besprechungen, Pünktlichkeit, einen aufgeräumten Arbeitsplatz und ja, meine Yoga Matte kann nicht irgendwie schief im Raum liegen, das muss schon parallel zu irgendeiner festen Bezugsgröße sein. Ein gewisses Maß an Spleenigkeit kultiviere ich mit einem kleinen Augenzwinkern durchaus ganz gerne. Dazu passt vielleicht auch, dass ich Treppenstufen zähle. Es gibt tatsächlich Häuser, in denen die Treppen von einer Etage zur anderen 15 Stufen haben, oder 17. Das fühlt sich total unrhythmisch an und geht gar nicht!

Weiterlesen „Grenzen“