Sprache

zum Unterricht wechsel ich manchmal gefühlt in eine komplett andere Welt hinüber. Hier meine Geschichte dazu aus Januar 2018:

Seit einem guten halben Jahr erlerne ich ein Musikinstrument: den Zink. Im richtigen Leben bin ich Verwaltungsbeamtin und bewege mich 40 Stunden in der Woche in einem behördlichen Umfeld. Die musikalische Welt, in die ich nun mit meinem Zink hineinschnuppere, ist eine komplett andere und das Hin-und Herwechseln zwischen beiden Welten ist tatsächlich in manchen Bereichen eine Herausforderung,  zum Beispiel bei der Sprache. Weiterlesen „Sprache“

die Rose

hier eine der wenigen zinkfreien Geschichte, entstanden am 31.12.2017 nach einem Spaziergang:

Ein Nachbar von uns hat eine Christrose im Vorgarten. Sie lugt jedes Jahr im Winter versteckt unter anderen Büschen hervor. Wenn ich an ihr vorbeikomme erfreue ich mich immer sehr daran, dass sie tapfer zu einer Jahreszeit blüht, in der sonst alles trist und grau erscheint. Weiterlesen „die Rose“

Der Zink und die Wissenschaft

meine zweite Zinkgeschichte, entstandenen im Dezember 2017. Einige wichtige Dinge im Leben bringe ich hier zusammen: den Zink, Wein und Chemie:

Unser jüngster Sohn hat sich entschieden, Chemie zu studieren. Da meinem Mann und mir die Naturwissenschaften immer eher unzugänglich geblieben sind, finden wir diese Entscheidung etwas befremdlich. Für mich ist unverständlich, wie man sich freiwillig intensiv mit so etwas wie Chemie beschäftigen möchte. Bei der Fragestellung, von wem unser Sohn diese absonderliche Neigung wohl haben mag, ist mir dann aber aufgefallen, dass ich selber anscheinend doch auch über ein gewisses Maß an wissenschaftlichem Denken verfüge. Ich habe nämlich quasi ohne es zunächst als solches einzuordnen, eine improvisierte wissenschaftliche Versuchsreihe gestartet. Sie läuft noch und ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt. Weiterlesen „Der Zink und die Wissenschaft“

Grenzen

Mit dieser Geschichte ging es bei mir im November 2017 mit dem Schreiben los:

Ich stehe in einem kleinen Raum, schräg vor mir ein mannshoher Spiegel, neben mir mein Lehrer. Ich schwitze. Das Gebäude in dem ich mich befinde ist komplett eingerüstet. Draußen finden irgendwelche Arbeiten an der Fassade statt. Deshalb dürfen die Fenster nicht geöffnet werden. Es ist schlechte Luft hier drinnen. Habe ich gesagt, dass ich schwitze? Das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Das Wasser steht mir im Gesicht, ich bin klatschnass. Mir ist zwar altersbedingt derzeit tendenziell schnell mal warm, aber das hier? Peinlich. Wieso um alles in der Welt stehe ich hier eigentlich und tue mir diese Situation an? Wie bin ich denn hier bloß her geraten?

Wer mich kennt weiß, dass ich ein sehr strukturierter Mensch bin. Wenn ich Musik höre, muss ich wissen, wo die „Eins“ ist, sonst werde ich unruhig und kann das Stück nicht genießen. Das Duett „don’t give up“ von Peter Gabriel und Kate Bush hat mich schier wahnsinnig gemacht, bis ich Takt und Rhythmus des Anfangs endlich entschlüsselt hatte. Ich mag Excel-Tabellen, übersichtlich gestaltete Dokumenten-Vorlagen, meine Terminplanung, effiziente Verfahrensabläufe, klare Absprachen, ergebnisorientierte Besprechungen, Pünktlichkeit, einen aufgeräumten Arbeitsplatz und ja, meine Yoga Matte kann nicht irgendwie schief im Raum liegen, das muss schon parallel zu irgendeiner festen Bezugsgröße sein. Ein gewisses Maß an Spleenigkeit kultiviere ich mit einem kleinen Augenzwinkern durchaus ganz gerne. Dazu passt vielleicht auch, dass ich Treppenstufen zähle. Es gibt tatsächlich Häuser, in denen die Treppen von einer Etage zur anderen 15 Stufen haben, oder 17. Das fühlt sich total unrhythmisch an und geht gar nicht!

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